Sonntag, 26. Januar 2014

Meisenknödel aus Zapfen


Auch wenn der Winter dieses Jahr auf sich warten ließ: er kommt ja doch noch. Mit viel Schnee und eisiger Kälte, so wie wir es von Berlin und Umgebung kennen. Meine Mama ist begeisterte Vögel-Fütterin und hat sich schon im November mit vielen neuen Vogelhäuschen und Futter eingedeckt.

Im Oktober haben wir große Zapfen gesammelt. Über Neujahr war ich noch ein paar Tage zu Besuch und da setzten wir unseren Plan endlich in die Tat um: die Zapfen mit Vogelfutter füllen.
Als erstes wurden dafür die ganzen Zutaten miteinander vermanscht. Auch wenn es ne kleine Schweinerei ist: mit den Händen gehts am Besten :) Als Fettbestandteil haben wir Kokosfett genommen, dazu kommen Weizenkleie, Haferflocken und geschälte Sonnenblumenkerne (gibts auch als Vogelfutter). Bei uns kamen zusätzlich noch gemahlene Haselnüsse und gehackte Mandeln dazu, aber nur weil die Sachen zwei Monate abgelaufen sind und wir so schnell keine Plätzchen mehr backen wollen. ;)



Im nächsten Schritt werden Fäden zwischen die einzelnen "Zapfenschuppen" gelegt und gut verknotet. Mit Hilfe eines Messer oder mit den bloßen Händen, bringt man die Körner-Fett-Masse jetzt in die Zapfen. Am Anfang habe ich noch ordentlich gearbeitet und versucht nur zwischen die einzelnen Schuppen Masse zu stopfen. Ziemlich schnell wurde ich großzügiger und habe soviel Zeug wie möglich auf die Zapfen aufgebracht. In erster Linie soll es die Vögel über den Winter bringen und nicht hübsch aussehen. 



 Mama und ich haben mehr als einen Eimer voll gemacht. Die nicht mehr reingepasst haben wurden gleich aufgehängt und einige haben wir auch meiner Oma mitgebracht. Die Vögel waren total begeistert und pickten schon am gleichen Tag an den Zapfen herum. Das neue Vogelhaus, das ich meiner Mama zu Weihnachten geschenkt habe kam nicht so gut an. Vielleicht liegt das auch an dem etwas mickrigen industriell hergestellten Meisenknödel, den es auf dem Markt gleich dazu gab. Mit der restlichen Masse haben wir noch alte Plastikförmchen gefüllt, die für ein besonderes Vogelhäuschen sind (sieht aus wie Hackepeter, ist es aber nicht).



Hier ist das Vogelhäuschen für die Meisenknödel. Wenn der Schaschlikspieß rausgezogen wird, kann man einen neuen Knödel aufhängen (oder auch Zapfen ranhängen). Der Korken auf der linken Seite vom Spieß gehört eigentlich nicht dazu, meine Mama hatte nur Angst, dass sich die Vögel daran stechen könnten :D Das andere Haus ist auch neu im Garten und wird sehr gerne von den Vögeln genutzt. Wenn man das Dach anhebt, können die Gitter mit neuen Futterblöcken gefüllt werden. Mit der Methode bekommt man natürlich viel schneller fette Vögel, die Herstellung dieser Blöcke ist weniger zeitaufwendig als das Stopfen der Zapfen. Ein großer Vorteil dieser Arten von Vogelhäuschen ist die Vermeidung von direktem Kontakt zwischen Vogel und Futter. Im normalen Häuschen steht der Vogel im Futter, kackert da am besten noch rein und macht eine Menge Dreck. Dadurch werden Krankheiten viel schneller verbreitet und das Häusschen muss auch öfter sauber gemacht werden. Die Häuschen sind von Vivara und aus Holz. In dem Video "Den Garten winterfest machen" ist zum Schluss auch ein bisschen etwas über Vogelhäuschen und wie man dem Igel ein Winterquartier bauen kann (ab min 19). Das Video habe ich genutzt um mir Tipps für meinen Balkon zu holen. Außer dem Schnittlauch und dem Lavendel überlebt da nämlich nüscht. :D Vielleicht ja in diesem Jahr.

Samstag, 18. Januar 2014

Brottaschen statt Brotkasten

Um mein Brot lange frisch zu halten, packe ich es immer in ein Geschirrtuch und das Knäul dann in eine Plastiktüte. Diese Tüte liegt dann irgendwo in der Küche rum und sieht nicht besonders hübsch aus.
Statt mir einen großen Brotkasten hinzustellen, habe ich eine Brottasche genäht. Diese hat den Waschtest bei 30°C überstanden und sieht besser aus als Plastiktüten.


Die Brottasche ist nach diesem Prinzip hier genäht. Wenn man es einmal verstanden hat - die schnellsten Taschen der Welt. Eignet sich auch gut für Laptop- und Handytaschen. Innen habe ich eine Lage Baumwolle, außen einen hübschen Stoff und zwischen den beiden Lagen liegt die zerschnibbelte Plastiktüte. So kommt das Brot nicht direkt mit dem Plastik in Kontakt und beruhigt mein Gewissen ungemein. Das Ganze wird mit Klettband geschlossen und dann soweit zusammengerollt/-geknüllt bis das Brot gut eingepackt ist. Es war unmöglich die Sache ordentlich zu nähen. Die Plastiktüte ist so enorm gerutscht, dass ich trotz einer Nahtzugabe von 1,5-2cm 30 Falten genäht habe und die Nähte insgesamt sind auch alles andere außer gerade. Nach dem Wenden der Tasche sieht man davon nichts mehr und es ist auch nur die Tüte fürs Brot. Ich denke dem Brot ist das alles schnurz piepegal.
Die grüne Brottasche ist für mich, die andere habe ich verschenkt. Als nachträgliches Weihnachtsgeschenk. Die Beschenkte war total glücklich über die Tasche, da sie erst drei, vier Tage vorher mit ihrem Freund über genau dieses Thema diskutiert hat: Wie lagern wir unser selbstgebackenes Brot. Aus Platzgründen wollte sie auch keinen Kasten kaufen und sich lieber eine Brottasche zulegen... als könnte ich Gedanken lesen :)



Und wenn ich mir Mühe gebe, bekommt mein Brot auch den Abdruck von meinen Brotkorb. Bei den aufgeschnittenen Scheiben sieht man auch gut wie fluffig und luftig es mittlerweile ist. Die kleinen Löcher im Brot sind da ein gutes Zeichen für.

Dienstag, 14. Januar 2014

Ist eine Biokiste besser als Biosupermärkte?

Ich bin ein großer Fan von regionalen Biokisten wie die Abokiste vom Hof Apfeltraum oder die Märkische Kiste für die Region Berlin/Brandenburg. In meinem Freundeskreis werde ich sehr oft auf sie angesprochen und habe auch schon zwei Pärchen überzeugen können, so eine Kiste einfach mal auszuprobieren. Oft werde ich dann gefragt, warum so eine Kiste so teuer ist, im Vergleich zu Biosupermarkt und Biogemüse aus einem normalem Supermarkt.

Ich empfinde den Preis für so eine Kiste sehr angemessen, gerade da die kleinste Kiste bei mir für zwei Wochen reicht. Jedes Mal bekomme ich einen ausführlichen Lieferschein mit, der mir genau sagt was ich woher bekommen habe. Nicht alle Produkte kommen vom Hof Apfeltraum, es wird mit anderen Erzeugern aus Brandenburg kooperiert. Auf der Seite Hofladen-Bauernladen oder in meinem Fall über einen kleinen Umweg zur Erzeugerliste vom Märkischem Landbrot, finde ich genau den Bauernhof der mein Gemüse produziert. Diese extrem hohe Tranzparenz habe ich in einem Supermarkt nicht! Teilweise sind die Produkte noch mit "regional" gekennzeichnet, aber ob regional Brandenburg ist, oder regional Deutschland ist, im Vergleich zu Äpfeln aus Neuseeland, wird nicht ersichtlich.
Regionalität und auch Saisonalität sind mir extrem wichtig. Ich möchte verhindern, das mein Essen viele Kilometer zu mir zurücklegt, wenn im Umland genug Lebensmittel produziert werden können. Exotische Sachen wie Südfrüchte und tropische Früchte muss ich hiervon ausnehmen. Im Winter sind Südfrüchte wie Apfelsinen und Zitronen als Vitamin C Lieferant wichtig und können unmöglich in Deutschland produziert werden. :) Hier werde ich nicht stur auf meine Ansprüche bestehen, sondern Kompromisse eingehen. Das Ziel ist es weniger Obst aus entfernten Ländern zu konsumieren, um meine Gesundheit nicht zu gefährden und Abwechslung in den sehr Kohl- und Rübenlastigen Winter hineinzubringen.
Hauptargument bei der Wahl unserer Lebensmittel (und überhaupt aller Konsumwaren) ist der Preis. Jedenfalls ist das der Punkt auf den ich am meisten angesprochen werde. Ich habe mir mal meine letzten zwei Lieferscheine genommen und bin in andere Supermärkten gegangen, um Preise zu vergleichen.

Die angegebenen Preise beziehen sich immer auf ein Kilo. Als Endsumme zusammengerechnet habe ich nur die Sachen die es in allen vier Supermärkten gab (schwarze Schrift) und ich bin davon ausgegangen, dass ich von allen Lebensmitteln auch ein Kilo kaufe. Das ist natürlich kompletter Unsinn, ein Kilo Feldsalat sind bestimmt zwei Eimer voll. Graue Sachen sind von der Rechnung ausgenommen.
Die Bio Company ist im Vergleich zur Biokiste 2,57€ billiger, denn's jedoch 3,83€ teurer als die Kiste. Rewe bietet im Vergleich hierzu unschlagbare Preise. Überraschend ist es, dass die Pastinaken/Petersilienwurzeln bei Rewe am teuersten sind. Andere Punkte die mir in den Supermärkten nicht so gefallen haben sind die Birnen der Bio Company, die aus Italien kommen oder dass es bei denn's und Rewe den Feldsalat nur in Plastikschälchen gibt. Sehr negativ aufgefallen ist das Fehlen vom Grünkohl in jedem Supermarkt. Grünkohl ist in Deutschland so ein typisches Wintergemüse für die Monate Dezember und Januar, ich hätte nicht erwartet, das ich ihn nur in meiner Biokiste bekomme. Bei den Schwarzwurzeln hätte ich auch erwartet, sie in den Biomärkten zu finden, für mich sind Schwarzwurzeln irgendwie ein "Bio-Trendgemüse" :D

Insgesamt finde ich es sehr spannend wirklich die Preise genau zu vergleichen. Gegen vage Äußerungen wie "die Biokiste ist viel teurer als die Bio Company" kann ich jetzt viel besser argumentieren. Denn so groß ist der Unterschied eben nicht, und mir ist es wichtiger, mein Gemüse saisonal aus der Region Brandenburg zu bekommen.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Ein frohes neues Jahr!

Schon lange wollte ich mein Blogdesign verändern, das hier wäre dann der erste Versuch. :) Vielleicht zeichne ich noch mehr in das Header-Bild hinein - eine Pflanze, ein Marmeladenglas und ein Knopf oder so etwas in der Art. Feedback ist willkommen!

Die Veränderung von meinem Blog war wichtig, da er sich eh schon von ganz allein verändert hat. Es geht immer weniger um mein Studium und Modedesign (und alles was damit zu tun hat) und immer mehr um andere Dinge. Was diese gemeinsam haben: ich erschaffe sie mit meinen zwei Händen.
Dieses Erschaffen von verschiedenen Dingen und der höhere Wert solcher Sachen (z.B. mein sehr beliebter Holunderlikör oder Lieblingsteile in meinem Kleiderschrank) liegen mir am Herzen und prägen mein Leben und meine Freizeitgestaltung enorm. Es gibt immer mehr Ideen die ich umsetzten möchte und so beeinflussen diese Dinge meine Lebenseinstellung enorm. Ich möchte etwas an meiner Einstellung und meinem Leben ändern, um zufriedener und glücklicher zu werden. Das klingt kitschig, ich merke aber schon jetzt wie gut es mir tut. :)

Passend dazu gibt es auch Projekte und Vorsätze für das neue Jahr.
Der Hauptschwerpunkt liegt hierbei in der Reduzierung meines Haushaltes. Ich habe viel zu viel Kram. Bis zum Ende des Jahres möchte ich gerne 200 Gegenstände weniger in meiner Wohnung besitzen und werde zu diesem Zweck eine Ein-/Ausgangsliste führen. Als kleinere Projekte gehören hierzu beispielsweise das Reduzieren meiner Schuhe auf max. 20 Paar und der Stoffabbau auf max. 15 Kisten. Das sind immernoch enorme Summen, aber im Gegensatz zu meinen jetzigen Beständen ein großer Unterschied. :D
Ein weiteres Projekt wird das Weben eines Teppichs aus alten Kleidungsstücken. Dazu wird mein Bett vorrübergehend zum Webrahmen umfunktioniert und vor allem Jeanstextilien von Freunden und Verwandten recycelt.
Beim Einlegen und Haltbarmachen von Lebensmitteln möchte ich auch noch mehr lernen, die in Essig eingelegten Zucchini sind der Hammer. Opas Birnenkompott ebenso, aber da ist nicht mehr viel übrig.

Dieses Jahr habe ich jede Menge vor und freue mich wahnsinnig endlich die Projekte und Ideen umzusetzten!

Montag, 6. Januar 2014

Einmal ganz viel Mehl bitte!

Seit ich wöchentlich oder wenigstens alle zwei Wochen Brot backe, habe ich einen riesigen Mehlverbrauch. Für das Brot brauche ich Roggen- und Dinkelmehl, Weizenmehl nehme ich für das ausmehlen der Gärkörbchen und für Pizzateigboden. Alle zehn Tage kaufe ich zwei bis drei Kilo Mehl im Supermarkt, das ist mir irgendwie zu doof geworden und ich habe mich an die Worte von genughaben erinnert: haltbare Lebensmittel in Großpackungen zu kaufen. Der Postbote musste mir 20kg Mehl die Treppen hochtragen. Bestellt habe ich online bei der Horbacher Mühle, die haben einen sehr übersichtlichen Onlineshop, eine schnelle Lieferung und "Wissenswertes über Dinkel" lag auch noch in meinem Paket. Besonders gefällt mir das Design der Mehltüten. Sobald ich Mehl in einer ähnlichen Qualität in meiner Region bekomme, werde ich den Anbieter trotzdem wechseln. ;)

Dienstag, 24. Dezember 2013

Frohe Weihnachten!

Meine Mitbewohnerin ist ausgezogen und mit ihr auch der traditionelle Weihnachtskranz auf unserem Küchentisch. Dieses Jahr bin ich zu meiner Tante und habe mir meinen eigenen Kranz gewickelt. Ziemlich viele Zweige gehen da drauf, ich war etwas überrascht. Vielleicht auch nur weil ich einen besonders großen und buschigen Adventskranz haben wollte. :) Die roten Tonsternchen habe ich selber gemacht - kurz vor knapp wurden sie dann von meiner Mama glasiert gebrannt. Die kleinen Fichtenzapfen habe ich mit Heißkleber auf einen Knopf geklebt, da konnte ich den Draht besser durchfädeln. Die Holzpilze sind ohne Knopf mit Heißkleber gleich am Draht festgemacht.


Kurz vor Weihnachten bin ich auf eine besonders schöne Seite gestoßen: auf Zeit statt Zeug werden Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten vorgeschlagen, die den (vorallem sinnlosen) Konsum von Weihnachtsgeschenken entgegenwirken sollen. Leider ist es meist etwas schwierig diese "Weihnachtsgutscheine" auch zeitnah einzulösen - ich kenn das von einem nichteingelöstem Geburtstagsgeschenk von einem Freund, der im Februar Geburtstag hatte. Mit meiner Familie klappen solche Sachen besser: gemeinsame Weihnachtsaktivitäten sind das jährliche Plätzchenbacken nur für uns Mädels und dieses Jahr kamen das Kranzflechten sowie ein Besuch in der Märchenhütte hinzu, außerdem wird es am 27. Dezember eine kleine Nährunde geben. :) Das ist zwar nicht als Geschenk gedacht, bedeutet mir aber unglaublich viel.

(.. wobei: zu Weihnachten habe ich mir eine gußeiserne Pfanne gewünscht, auf die ich mich auch wahnsinnig freue! ;)
 
Ich wünsche euch erholsame und stressfreie Feiertage!


Mittwoch, 18. Dezember 2013

Feldsalatpesto mit Walnüssen

Ich liebe meine Gemüsekiste vom Hof Apfeltraum. Ehrlich gesagt spreche ich auch nur über meine "Apfelkiste", was dem ja nicht gerecht wird - es ist etwas mehr drin, als nur Äpfel. Viele dieser Sachen stellen mich vor Herausforderungen, Sachen die ich nicht esse oder noch nie gekostet habe. Bis jetzt gab es in meinen Kisten nichts, von dem ich nicht total begeistert war. Fenchel, Steckrübe, Grünkohl (!) oder auch Pastinaken gehören fest zu meinen Essensplänen und sind gern gesehen. Momentan kenne ich für spezielle Gemüse wie Grünkohl zwar nur ein Rezept, dass ich lecker finde, aber immerhin habe ich etwas gefunden! :) 
Feldsalat gehört zu den Dingen die ich sehr gern esse. Als der Salat letzte Woche erneut kam (vier Lieferungen in Folge), brauchte ich unbedingt ein neues Rezept, um so schnell wie möglich viel Feldsalat zu verarbeiten. Drei Blättchen auf eine selbstgemachte Pizza, oder hier mal ein kleiner Feldsalat waren einfach nicht effektiv genug, um diese Salatmassen als Singlehaushalt wegzufuttern. Meine Kiste ist die kleinste Größe und kommt alle 14 Tage - trotzdem habe ich Probleme alles rechtzeitig zur neuen Lieferung aufzubrauchen. 

Eine kurze Anfrage an Tante Google brachte mich dann zu einem Feldsalatpesto, dass sich sehr gut anhörte. Ich musste nur Walnüsse und Parmesankäse kaufen und konnte schon loslegen. Es sind vier kleine Gläschen entstanden, von denen ich eins verschenkt habe und ein Weiteres bereits aufgegessen habe. Ich bin kein Fan von grünem Pesto, dieses überzeugt mich trotzdem und ich werde es öfter herstellen. Gerade wenn der ganze Winter für mich Feldsalat in meiner "Apfelkiste" bedeutet. :)