Dienstag, 29. Juni 2010

13 Jahre später

13 Jahre später hat meine Schwester erfolgreich ihr Abitur hinter sich gebracht. Ich gratuliere. Und wie könnte ich das besser tun, als ihr das Kleid zu nähen? (Um ehrlich zu sein: es war ein Versprechen aus meinem 1. Semester :)

Doch zuerst einige Versuche an der Puppe. Dem vorraus gingen unzählige Diskussionen ob lang oder kurz (sie wollte unten kurz), ob schulterlos, klassich oder Träger (ich habe gewonnen).

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Nunja die 4m Stoff für 70€ haben wir dann doch nciht genommen, sondern einen den sie sich für 2€ den Meter auf dem Hollandmarkt in Potsdam geholt hat. Weiß ja keiner. Das Kleid ist ziemlich 50ies geworden, dazu wurden dann passende Accesoires besorgt. Handschuhe. Sie war die Einzige mit Handschuhen. Und den Schleifengürtel haben wir ihr später nach vorn gedreht. Vorn die Schleife sieht besser aus (gerade auf Fotos ^^) Die Anrufe "Bist du schon fertig?" Nein. "Wie weit bist du gekommen?" Nein. "Kannst du gar nicht verstehen, dass ich schon im Stress bin?" Nein. Möchte ich nur kurz erwähnt haben. Das Kleid war überpünktlich 1 Woche vor dem Abiball bei ihr. SEHR untypisch für Modedesigner.

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Sonntag, 27. Juni 2010

Immer weitermachen. Niiicht aufgeben. Egal was SIE sagt :)

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Um meine einfachen Schnitte umsetzen zu dürfen, habe ich hier versucht Stoffe aufzuwerten: drucken und sticken. Sticken fand ich doof, wollte ich nicht und drucken fand sie doof. Das sieht so billig aus. Jahhh schon, aber das sollten auch nicht die Originalstoffe sein..

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Ein neuer Ansatz: meine Liebe für Kitsch und Jersey in Verbindung mit einem bisschen Gothic - die Musik die ich höre. Was ich an Gothic-klamotten mag sind derbe Stiefel und Schnallen. Karabinerhaken und D-Ringe guck ich mir auch gerne an :)
Wie bringen wir das jetzt zusammen?

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Ich finde die gezeichneten Stiefel so schön. Bin ich ganz stolz drauf :)

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Mittwoch, 23. Juni 2010

Nichts Besonderes.

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Links die Farben, die ich zurzeit in der Mode mag, recht oben Farben, die ich mehr tragen sollte, weil sie mir gut stehen und unten rechts Farben in denen ich wohne.

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Farben die ich nicht mag. Die Kombi gelb-blau habe ich sowas von satt. (Gerade wenn ich an Wohn- oder Badezimmer denke) Untend die Farbkombination sieht nach Krankenhauskittel aus. ABER bei Farben die man nicht mag: solange kombinieren bis es gut aussieht. Aus jeder Farbe kann man was machen :)

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Skizzen die aus den 10sec-Zeichnungen entstanden sind.. und die Idee von Rüschenschlüpfer. Wie früher als Kind. Meine Schwester hat am liebsten Ihre Röcke hochgehoben und die Schlüpfer angeguckt. *hihi*

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Schwächen von mir: Kinderknöpfe, "Kinderstoffe" und Kinderfilme.

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Auch die verworfenen Skizzen müssen in ein Buch rein. So doof man sie auch findet, man weiß nie. Gerade hier habe ich alle Entwürfe verworfen, als ich sie fertig gezeichnet habe. Meine Mama sah in den 90er Jahren so wie die 2. Püppi links aus.

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Ich finde ich sollte mal meine Köpfe und Frisuren verändern. Deshalb bekommt hier jede Püppi auch einen anderen Kopf. Ich kann ja nicht jetzt schon festgefahren sein.

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Hier hatte ich mir die Sachen in Jersey vorgestellt: einfach bequem. Finde ich super. Die Dozentin nicht so.. das ist ihr zu einfach, kein besonderer Schnitt und dann nichtmal eine gute Stoffbearbeitung. Nö, aber dafür Streifen und Punkte! :D

Montag, 21. Juni 2010

It's me - not you!

Unser Entwurfsthema dieses Semester ist.. schwerer als gedacht. Es geht um kreative Identität. Sie will, das wir alle etwas Anderes machen. Sie möchte nichts doppelt sehen und wir sollen uns von unseren Mitstudenten unterscheiden. Keine Trendrecherche und Inspirationsbilder aus der Mode möchte sie auch nicht sehen.
In der ersten Stunde sollten wir alle 5 positive Eigenschaften und 5 Negative aufschreiben... wir waren alle ehrgeizig, ein bisschen faul (alles auf den letzten Drücker ;) und teamfähig wurde auch oft gesagt.. nunja soviel zu, wir sind alle unterschiedlich. Schwierig wurde das gerade auch bei Farbvorstellungen oder Stoffen.. die Meisten hatten ähnliche Sachen zusammengesucht - alles irgendwie trendorientiert. Irgendwie ist es schwerer als gedacht.. It's me - not you.

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In der ersten Woche sollten wir jeden Tag irgendetwas machen. Unser Leben darstellen quasi. Mir ganz wichtig: Mein Zimmer. Alles ist Pink und Rosa, nur tragen tu ich diese Farben sehr selten.

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Selbstporträt auf dem Scanner. Wollte ich schon immer mal machen! :D

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Platz für doofen Kram muss auch mal sein. Zum Beispiel einer Margerithe beim Trocknen zugucken. Aber ich mag die Margerithen ja und diese hatte ich ausversehen von unserem Busch abgeschnitten.

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Einen Tag nur mit Fineliner zeichnen. Uff. Da kritzelt man eine Weile. Mein Skizzenbuch ist diesmal sehr groß. A3. Also habe ich hier 2 A3 Seiten vollgemalt.
Abends hatte ich dann Fussball mit meiner Mitbewohnerin geguckt. Bayern hat gewonnen und wer hat das Tor geschossen? (Die Teile vor der Bahn sind übrigends.. Robben)

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Pro Figurine 10 sec, 10 mit der linken Hand, 10 mit der rechten Hand. Das lockert den Zeichenstil :)

Wer vergrößerte Bilder möchte oder mehr Erklärungen, soll sich einfach melden :)
Mein bisheriges Skizzenbuch zu dem Fach gibt es jetzt stückchenweise.. sonst wird es zuviel.

Die Bilanz vom vorletzten Wochenende.



Tätätätää. Ich habe es geschafft mein Bügelbrett anzukokeln. Ich saß daneben und habe *nichts* gerochen und *nichts* gemerkt... das hat mir echt Angst gemacht! Ich musste für Schnittkonstruktion eine Schulterpolstervariante erstellen, an meinem Entwurfsthema weiterarbeiten und habe zwischendurch noch ein Löchershirt-Minikleid genäht. Das lag hier schon ewig zugeschnitten rum und jetzt endlich ist es auch genäht.
Als ich dann letzten Montag meiner Dozentin die Arbeit vom Wochenende gezeigt habe (ich war weder tanzen, noch habe ich rumgetrödelt) .. war ihr das nicht genug. Ich solle mehr ausprobieren, das überzeugt sie nicht. Für Entwurf hatte ich ein Probeshirt gemacht...

"Das sieht zwar echt hübsch aus, fällt auch gut, aber irgendwie habe ich das schonmal gesehen. Könnte auch bei COS hängen."

Danke.


Und das fand ich zum schmunzeln, in der Textilwirtschaft. :)

Freitag, 11. Juni 2010

Guckt mal was ich gefunden habe: einen alten Post.

Den wollte ich im Februar oder März mal meiner Oma widmen. Die hat jetzt nämlich Internet und ich beginne zu stricken. Allerdings nur mit der Maschiene in der Uni. Aber da das soviel Spaß macht, wollte ich euch mal die Strickmaschienen in meiner Uni vorstellen:

Da ist sie: Knittax. Und genau die Geräusche gibt sie auch beim Stricken von sich. Lautes Knittaxen.
Zuerst muss beim Stricken der "Schlitten" auf die rechte Seite, mit dem Rädchen kann die Maschengröße verändert werden (kommt trotzdem noch auf das Garn an ;) von relativ eng (keine Jerseyqualität auf diesen Maschienen möglich, erst im 6. Sem) bis ganz grobmaschig und löcherig.
Die Anzahl an Nadeln, die man möchte, kommen nach vorn geschoben, die Nadeln ganz hinten ignoriert die Maschiene. Als Erstes wird ein oranger Faden eingelegt "Fremdgarn", sagt die Laborleiterin, um einen schönen Anfang zu haben. Dann wird ein Gewicht auf die Nadeln gehängt, damit sich die Maschen später nach unten ziehen und nicht von den Nadeln fallen. Wenn Maschen fallen... naja ihr wisst schon :) Das Gewicht wird aber erstmal weggeklemmt.
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Dann wird der Schlitten einmal von recht nach links geschoben (ist eben doch "Handarbeit" *höhö*). Die erste Maschenreihe bildet sich. Dann kann das Gewicht auch losgelassen werden und die Maschen schön nach unten ziehen.
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Jetzt werden 15-20 Reihen mit dem Fremdgarn gestrickt. Faden über die Nadeln legen, Schlitten drüber. Faden in die andere Richtung über die Nadeln legen, Schlitten drüber. Bei jeder Maschenreihe könnte man die Maschengröße verändern, dadurch können schöne "Ringel" als Struktur entstehen, ohne verschieden Garne nehmen zu müssen.
Auf dem Bild ist über dem Schlitten der Reihenzähler zu sehen, so muss man sich nicht merken, ob es jetzt 125 oder 126 Reihen waren. Der zählt immer, wenn der Schlitten an ihm vorbeigeht. Hilfreich!
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Da haben wir den Anfang aller Probleme: Fehler in den ersten Reihen. Deshalb das Fremdgarn, hier passiert es sehr leicht, das die Maschine noch nicht richtig will.
Wenn der Schlitten irgendwann wieder auf der rechten Seite ist, das Fadenende auch, kann man mit dem richtigen Garn beginnen. Der orangene Faden wird einfach hängen gelassen (ooch, der Arme) und das richtige Garne fängt an der selben Stelle an zu stricken. Einfach drüberlegen. Schlitten. Vom neuen Garn sollte man ca. 1 m mehr hängen lassen, um die Maschen später "abzuhäkeln", falls man eine geraden Abschluss möchte.
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Das ist die erste Reihe vom neuen Garn. Hier kann man super Maschenfüße und Maschenköpfe erkennen und... die Nadeln sind übrigens diese Häkelnadeln, die so geschlossen werden können, mit sonem Löffelding, dass immer zurück klappt. Mir fällt einfach der Name nicht ein..
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Immer weiterstricken, bis das Garn leer ist. Dann wird ein Neues genommen und einfach als neuer Faden eingelegt. Später werden solche Übergänge verhäkelt und verknotet.
Stricken bis die Oberarme wehtun! Der Schlitten geht manchmal sehr schwer über die Nadeln. Dann hilft Silikonspray, damit alles wieder "rutscht"... für ca. 3 min.
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Sollte das Gewicht am Boden ankommen, einfach andere Gewichte an die Seiten hängen. Hier wird mein Schal gestrickt. Einfach nur gerade aus. Ohne Muster, obwohl ich ja soviel machen könnte. Wollte aber nur einen dicken Schal für den Winter. Und Garn loswerden ;)
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Zum Schluss nimmt man in diesem Fall alle Gewichte ab, hängt die erste Maschenreihe von dem richtigen Garn auf die Nadeln (dann sind dort pro Nadeln zwei Maschen) benutzt noch einmal den Schlitten und hat den Anfang mit dem Ende verknüpft. Dann wieder großzügig Faden dran lassen und alles einmal abhäkeln.

Für den blauen Schal habe ich 1- 1 1/2 Stunden gebraucht der ging sehr schnell und ich war schlecht drauf. Da kann man gut, Wut und Kraft abbauen. Wie Sport :)
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Der graue Schal mit dem hübschen silbernen Lurexfäden (kratzt - hält warm. kratzt!) hat länger gedauert. Er ist fester gestrickt, breiter und noch eine Schlaufe länger um meinen Hals. Typisch für Berlin im Winter: Schlaufenschals ... wir sagen aber lieber Loopscarf zu... klingt cooler! :P
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Donnerstag, 10. Juni 2010

Nur mal schnell seit 2 oder 3 Jahren.

Wenn es regnet werden meine Zeichnungen nass. Deshalb tue ich sie in eine meiner Mappen. Die sind jedoch aus Pappe, darum werden dann meine Pappmappen ganz nass. Um mir diese großen Schwarzen aus Plastik zu kaufen, war ich bis jetzt zu geizig. Außerdem habe ich da eine Idee... seit 2 oder 3 Jahren. Jedenfalls hat meine Oma dort Saftpappen für mich gesammelt. Damals, als ich noch bei meiner Mama wohnte. Und gerade eben hatte mich dann die Lust gepackt. Endlich. Man muss nur geduldig warten, irgendwann kommt 'Se von allein :)

Schritt 1

Oma anschnorren Saftpappen zu sammeln.



Schritt 2

Saftpappen ordentlich schneiden, die Plastikverschlüsse kommen auch ab.



Schritt 3

Alles zusammenkleben. Ich habe Panzertape genommen und hoffe das Beste. Von Innen und von Außen die Verbindungsstellen beklebt, so kommt bestimmt kein Wasser durch. Zuerst habe ich mit kleinen Stücken nur die groben Formen festgehalten, um dann mit einem durchgehenden Stück Tape allet ordentlich zu machen.



Schritt 4

Wenn man glaubt, dass würde nun aber wirklich dem Regen standhalten, kommt Klettband ran. Ganz simpel mit doppelseitigen Klebeband. Also ob das hält bezweifel ich zwar, aber irgendwie hat das Zeug die ersten Testversuche überstanden. Hartnäckig.



Schritt 5

Tragen. Vielleicht auch mal zu einem schwarzen Kleid als Hingucker beim Shoppen *muhaha* :D