Donnerstag, 27. Oktober 2011

Ringel Ringel Reihen

Wir sind der Kinder dreien,
wir sitzen unterm Hollerbusch
und machen alle husch husch husch.

Was das soll frag ich mich. Dieses Kinderlied ergibt für mich irgendwie keinen Sinn. Ich denke auch den Kindern ist nicht ganz bewusst, warum sie jetzt unterm Holunderbusch sitzen sollen. Dem kann ich Abhilfe verschaffen, liebe Kinder kommt hervor und helft mir die Beeren abzupflücken. Das gibt dann für alle lecker Saft. Mjammi.

Anfang Oktober jedenfalls war nochmal super tolles Wetter zum Pflücken von Beeren. Die Holunderbüsche hinterm Garten meiner Mutter wurden von mir schon fachkundig abgegrast. Vagen Erinnerungen folgend sind wir dann auf eine Wiese hinterm Dorf gefahren: Volltreffer. Es gab hier noch Unmengen an Beeren. Und ganz viel tolle Landschaft.
Wenn die Rinde vom Holunder abfällt, gibt es eine schöne glatte Oberfläche. Statt Weihnachtsbäumen fordere ich sich abgestorbene Holunderbüsche ins Haus zu holen. Ist auch besser für den Staubsauger. Ohne Nadeln.

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Diesmal wurde aus den Beeren Saft gemacht. Ich habe die Beeren wieder gewogen, dann mit Wasser bedeckt gekocht. Bei 3,5kg Beeren habe ich gleich den Zucker hinzugegebn (1kg). Meine Oma meinte ich solle die Beeren gleich im Topf noch stampfen. Das ich da nicht alleine draufgekommen bin. Nachträgliches Ausdrücken mit dem Handtuch ist doch recht mühsam. Nach 20min kochen habe ich nochmal 3 Liter Wasser hinzugegeben um den Saft zu strecken, so war er doch recht konzentriert. Das ganze wurde noch heiß in Flaschen abgefüllt, in der Hoffnung, dass diese ein Vakuum bilden.

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Die durch ein Handtuch gesiebten Beeren haben ausgedrückt schonmal genug Saft zum probieren gegeben. Da habe ich dann gemerkt, dass die Beeren den Zucker nicht aufnehmen - der ausgepresste Saft war doch noch sehr holundertypisch bitter. Nachsüßen.

Nun die schlechte Nachricht, nach 3 Wochen sind die Flaschen alle schlecht geworden. Ich denke, dass mit dem Vakuum hat nicht so gut geklappt - mit Ausnahme von einer Flasche. Ich habe Ex-Glühweinflaschen benutzt, mit Gummi-Plopp-Verschluss. Und die einzige Flasche die überlebt hat, war eine alte Weinflasche mit Schraubverschluss (als die Glühweinflaschen alle waren). Hier hat man beim Erkalten auch gut gemerkt, wie das Vakuum den Deckel angezogen hat und eine kleine Delle entstand. Nächstes Jahr wird alles besser.

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1 Kommentar:

Ankes Garten hat gesagt…

Liebe Laura,
das ist ja ganz furchtbar! Wieso ist alles schlecht geworden? Vielleicht war dann doch zuwenig Zucker drin oder der Saft war nicht heißt genug? Vielleicht solltest Du das nächste Mal große Gläser nehmen, so wie beim Marmeladekochen. So viel Arbeit - gut, dass Du nicht verzweifelt bist und das nächste Jahr den nächsten Versuch wagst.
Viele liebe Grüße
T.A.